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Elterninitiative Integration in der Grumbrechtstraße übergibt Schüler- und Elternbriefe für eine gelingende Integration in der Primarschule

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Wolfgang Trauernicht und Thorsten Altenburg-Hack standen den besorgten Eltern und Pädagogen Rede und Antwort
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Der Arbeitskreis Integration übergab einen 10 Meter langen Brief mit den Wünschen unserer Schüler für die Zukunft der Schule Grumbrechtstraße.

Am 18 November übergaben Eltern von Integrationskindern und der Elternrat der Integrativen Grundschule Grumbrechtstraße eine Briefrolle mit Bedingungen die für das Gelingen einer integrativen Primarschule unerlässlich sind an Wolfgang Trauernicht und Thorsten Altenburg-Hack von der Behörde für Schule und Berufsbildung.

Auf dieser haben Kinder der Schule Grumbrechtstraße aufgemalt, was sie an ihrer Schule besonders schön finden und warum es unabdingbar ist, sie an einem Standort zu behalten. Die Eltern sind besorgt darüber, dass die Integrationskinder, also die Kinder mit einer Behinderung, infolge der Neuorganisation von Primar- und weiterführenden Schulen Nachteile erleiden könnten. Damit Integrationskinder ungestört lernen können, fordern die Eltern die Primarschule Grumbrechtstraße an einem Standort zu erhalten.

„An der Schule Grumbrechtstraße lernen gesunde mit körperlich behinderten Kinder zusammen“, sagt Antje Bornträger, Sonderpädagogin an der Schule Grumbrechtstraße. „Gerade die Kinder mit Behinderungen brauchen ein ruhiges und verlässliches Umfeld zum Lernen. Das ist mit einer Aufteilung auf zwei Standorte nicht mehr gegeben.“
Im Zuge der Neuorganisation von Primar- und weiterführenden Schulen entsteht zwangsläufig ein Platzmangel an der Integrativen Grundschule Grumbrechtstraße. Die Ergebnisse der Regionalen Schulentwicklungskonferenz sehen vor, dass die Grundschule frei werdende Räume der Sozialpflegefachschule beim Friedrich-Ebert-Gymnasium nutzen soll.

„An unserer Schule gibt es Kinder, die zum Beispiel auf einen Rollstuhl angewiesen oder an Autismus erkrankt sind. Sie haben große Schwierigkeiten, mit räumlichen und örtlichen Veränderungen zurecht zu kommen“, erläutert die Pädagogin und Mutter. „So einen Einschnitt in ihren Tagesablauf kann diese Kinder um Wochen zurückwerfen.“ Entscheidend sei aber, dass die Räume der Sozialpflegefachschule voraussichtlich erst Anfang 2016 zur Verfügung stehen werden. Damit hätte die Integrative Grundschule Grumbrechtstraße nicht rechtzeitig genügend Raum für die Durchführung der Primarschule. „Die Integrationskinder sollen nicht die „Verlierer“ der wichtigen, unterstützenswerten Schulreform des längeren gemeinsamen Lernens werden, betont Bornträger.

Deshalb appellierten die Eltern und der Elternrat der Schule Grumbrechtstraße an die Behördenvertreter, dass die künftige Primarschule so aufgestellt wird, dass alle Klassen und Kinder am Standort Grumbrechtstraße beschult werden können. „Die Behörde muss dafür auf dem Gelände unserer Schule erweiterte Räumlichkeiten schaffen, die allen Schülern Platz bieten und dem Schulkonzept des gemeinsamen, integrativen, jahrgangsübergreifenden und individualisierten Lernens gerecht werden“, fordert Claudia Loss, Vorsitzende des Elternrats. „Auf jeden Fall brauchen wir schnellstmöglich eine verlässliche Planung, auch für den Fall, dass eine Mitnutzung anderer Räumlichkeiten nicht vermeidbar ist.“

Trauernicht und Altenburg zeigten großes Verständnis für die Bedenken der Eltern und lobten deren Engagement sowie das Konzept der Schule. Die Eltern und die Schule seien gefordert, sich an dem Entwicklungsprozess der Schule aktiv und konzeptionell zu beteiligen. Am Ende müsse das Optimum für die Kinder stehen. Inwieweit Zubauten realisiert werden, hänge von vielen Faktoren, vor allem aber auch von den finanziellen Möglichkeiten, ab. Trotz dieser Unwägbarkeiten schauen die Eltern nach dem Gespräch in der Gewissheit, hoffnungsvoll in die Zukunft , dass alle Kinder in einer inklusive, gut ausgestattete Primarschule ihr Zuhause finden werden.